Hinter SwissRadar stehen der Bieler Motion Designer und 3D-Artist Julien Joliat und der Wirtschaftsinformatiker Jonas Baschung. Gemeinsam wollen sie lokale Events, Aktivitäten und interessante Orte auf einer interaktiven Karte sichtbar machen. Angefangen hat alles mit Julien, dem Gründer des Kreativstudios Aerostudio. Er wollte sich intensiver mit Webentwicklung beschäftigen und herausfinden, wie sich neue Technologien mit seinen bisherigen Fähigkeiten in Design, CGI und Animation verbinden lassen. Daraus entstand die Idee einer interaktiven Karte, die zeigt, was in der eigenen Umgebung passiert. Restaurants, Veranstaltungen, Kulturangebote, Freizeitaktivitäten und historische Orte sollten auf einer einzigen Plattform zusammenfinden. Biel/Bienne diente als erstes Testgebiet. Doch aus der anfänglichen Spielwiese wurde schnell ein Projekt mit eigenen Ambitionen.

Testen, bauen, wieder ändern.

Schon in einer frühen Entwicklungsphase begann Julien, erste Testnutzer einzubeziehen und Rückmeldungen zu sammeln. Funktionen wurden ergänzt, überarbeitet oder wieder verworfen. Parallel dazu stellte sich eine weitere Herausforderung: Wie macht man eine neue, noch weitgehend unbekannte Anwendung überhaupt sichtbar?

Die Antwort führte ihn in die Welt der sozialen Medien. Statt ausschliesslich auf klassische Werbung zu setzen, nutzte Julien seine Erfahrung als Motion Designer und 3D-Artist, um Aufmerksamkeit für SwissRadar zu schaffen.

CGI trifft Social Media.

Mit sogenannten Fake-Out-of-Home-Videos (FOOH) begann Julien, bekannte Schweizer Schauplätze digital zu verändern. Riesige Objekte erscheinen mitten in Städten, vertraute Gebäude werden zum Schauplatz ungewöhnlicher Inszenierungen und reale Aufnahmen verschmelzen mit computergenerierten Elementen.

Zum Einsatz kommen dieselben Werkzeuge und Techniken, die Julien mit seinem Studio Aerostudio auch für kommerzielle Produktionen verwendet. Nur dienten sie diesmal dazu, ein eigenes digitales Produkt bekannt zu machen. Die Strategie zeigte Wirkung: Inzwischen folgen SwissRadar auf Social Media über 3’000 Menschen. Gleichzeitig wurde das Projekt zum praktischen Experimentierfeld für digitales Marketing, Videoformate und die Mechanismen sozialer Plattformen.

Aus Experiment wird Zusammenarbeit.

Mit den wachsenden Anforderungen an die Anwendung stiess Julien zunehmend an die Grenzen seiner selbst erlernten Programmierkenntnisse. An diesem Punkt kam Jonas ins Spiel, Wirtschaftsinformatiker und langjähriger Freund.

Julien JoliatJonas Baschung

Aus dem persönlichen Experiment wurde ein gemeinsames Projekt. Seither entwickeln die beiden SwissRadar zusammen weiter. Konzept, Funktionen und User Experience entstehen in enger Zusammenarbeit. Während Julien zusätzlich Design, Inhalte und die visuelle Gestaltung verantwortet, übernimmt Jonas die technische Leitung. Ein wichtiger Meilenstein folgte im September 2026: SwissRadar wurde offiziell für iOS und Android veröffentlicht und ist seither kostenlos und ohne Benutzerkonto nutzbar.

Und jetzt?

Mit der Veröffentlichung der App ist die Entwicklung längst nicht abgeschlossen. SwissRadar wird kontinuierlich ausgebaut. Weitere Schweizer Städte werden integriert, neue Datenquellen angebunden und zusätzliche Funktionen entwickelt.

Das Grundprinzip bleibt dabei einfach: Was läuft gerade in meiner Stadt? SwissRadar soll eine zentrale Anlaufstelle für lokale Entdeckungen werden. Von Veranstaltungen und Gastronomie über Kultur, Shopping und Freizeitaktivitäten bis hin zu praktischen Informationen für den Alltag.

Wenn neue Technologien neue Möglichkeiten schaffen.

Die Entstehung von SwissRadar zeigt auch, wie zunehmend unterschiedliche kreative und technische Disziplinen zusammenwachsen. Für Julien, dessen beruflicher Hintergrund in Motion Design, 3D-Animation und CGI liegt, eröffnete das Projekt einen neuen Zugang zur Softwareentwicklung. Eine entscheidende Rolle spielte dabei künstliche Intelligenz, die das Erlernen neuer Technologien und die Umsetzung erster Anwendungen erheblich erleichterte.

Die Zusammenarbeit mit Jonas verbindet diese kreativen Ansätze mit fundierter technischer Entwicklung. Daraus ist nicht nur eine eigenständige App entstanden, sondern auch eine Partnerschaft mit Potenzial für weitere digitale und interaktive Projekte. Wohin sich SwissRadar langfristig entwickelt, bleibt offen. Bereits heute zeigt das Projekt jedoch, was entstehen kann, wenn Neugier, gestalterisches Know-how und neue Technologien aufeinandertreffen. SwissRadar ist kostenlos für iOS und Android verfügbar.